Kindergarten

Grundschule

Prüfung auf zwei Rädern

Carla geht in die 5. Klasse. Heute hat sie verschlafen und den Schulbus versäumt. Nun fährt sie mit dem Fahrrad zur Schule, obwohl sie die Fahrradprüfung noch nicht bestanden hat. Carla nähert sich einem Fußgängerüberweg. Noch Grün! Ein flüchtiger Blick: Carla sieht eine Menge wartender Fußgänger, erkennt Rudi aus der 3. Klasse ganz vorne am Randstein und bemerkt einen Mann auf dem Fußgängerüberweg, der bei Rot die Straße überquert. "Wieder so ein Leichtsinniger, der bei Rot über die Straße geht!", denkt Carla verärgert. Sie bremst kurz, tritt aber dann kräftig in die Pedale. Und dann sieht sie Rudi wieder - aber zu spät!

Wer hat sich falsch verhalten? Sowohl der Mann, der bei Rot die Straße überquert hat, als auch Rudi, der seinem Beispiel gefolgt ist, haben sich nicht korrekt verhalten. Wie hätte Carla den Unfall vermeiden können? Sie hätte langsam heranfahren können, klingeln und den Jungen laut warnen können.

Diese und viele andere realitätsnahe Situationsbeschreibungen sind im Handbuch der Landesverkehrswacht Bayern e.V. zu finden. Mit der Verkehrsschule und der Durchführung der Fahrradfahrtüchtigkeitsprüfung werden alle Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse am Ende ihrer Grundschulzeit durch theoretische und praktische Übungen auf den Einstieg in die Verkehrswirklichkeit vorbereitet.

Die Vorbereitungsübungen und die anschließende Prüfung fanden in dem Zeitraum vom 22. September bis 4. November 2014 auf dem Pausenhof der Grundschule statt. Schwerpunkt der Schulung war die Ausbildung zum sicheren Fahrradfahren. Die Schüler erlernten die Vorfahrtsregeln, das richtige Links- und Rechtsabbiegen, die Bedeutung von Straßenschildern und erkannten mögliche Gefahren in verschiedenen Verkehrssituationen.

Höhere Schule

Entdeckung und Abenteuer

Sechsunddreißig mutige International Award Teilnehmer haben sich am 17. Oktober 2014 um 17:00 Uhr am Münchener Hauptbahnhof eingefunden, um mit dem Zug nach Blaichach, in die Nähe von Immenstadt, zu fahren.

Die erste Herausforderung stellte sich für die Schüler schon während der Zugfahrt. Sie sollten sechs Sechsergruppen bilden, und sicherzustellen, dass niemand sich ausgeschlossen fühlt. Nachdem diese Aufgabe erfolgreich gelöst war, setzten die Schüler Stirnlampen auf und legten bunte Kleidung an für ihren 3 km langen nächtlichen Fußmarsch vom Bahnhof zur Unterkunft in Ortwang. Nach einem ausgiebigen Pasta-Essen wogen die Teilnehmer fünf mögliche Aktivitäten ab, bewerteten den Nutzen bestimmter Wanderausrüstungen und besprachen verschiedene Aktivitäten, die für den Service-, Geschicklichkeits- und Fitness-Bereich des International Awards vorgesehen sind. Später am Abend gab es Gelegenheit, sich zu entspannen, einen Film anzuschauen und mit Freunden zu plaudern!

Am nächsten Tag ging es mit einem straffen Programm weiter. Nach Team-Building-Spielen fuhren die Teilnehmer zum Baggersee, um praktische Übungen in der Essenzubereitung an der Kochstelle und im Aufbau von Zelten zu meistern. Alle Schüler mussten unter Beweis stellen, dass sie auf sichere Weise einen Kocher aufbauen, entzünden und Wasser zum Kochen bringen konnten. Als der letzte Morgennebel sich über dem Baggersee lichtete, versöhnte der süße Duft von heißer Schokolade auch das Zeltaufbauteam, dem es nach einigen Versuchen gelungen war, ein Zelt in nur etwa 5 Minuten aufzuschlagen, eine Fertigkeit, die bei einem plötzlichen Wetterumschwung sehr nützlich sein kann.

Die Nachmittagsübungen bestanden aus grundlegender Theorie und praktischen Übungen im Kartenlesen und Kompassarbeit. Die Schüler wurden von ihren Teamleitern aufgefordert, sicher und akkurat um einen Parcours im Dorf zu navigieren und die Dorfbewohner beobachteten erstaunt, wie mehrere Gruppen in verschiedene Richtungen an ihnen vorbeizogen!

Das Sicherheitstraining ist bei allen International Award Expeditionen von größter Bedeutung. Die Schüler müssen sicher wissen, wie sie in Notfällen zu reagieren haben. Mögliche bedrohliche Szenarien wurden durchgespielt und von allen Gruppen besprochen. Im Anschluss gab es ausreichend Zeit, um den abschließenden Fußmarsch für den nächsten Tag zu planen.

Die erste Gruppe verließ Ortwang im Schulkleinbus um 8:30 Uhr Richtung Immenstadt, dem Ausgangspunkt ihrer Wanderung. Nach und nach folgten die anderen Gruppen und alle genossen bei schönstem Wetter den Weg durch die Schlucht und das Bergpanorama oberhalb von Immenstadt.

Alle Teams erreichten erfolgreich ihr Ziel, erschöpft, aber glücklich nach einem wunderschönen Wochenende. Ein riesiges Dankeschön an die Eltern für ihre Fahrdienste, die aufgrund des Bahnstreiks für den Heimweg benötigt wurden.