Kindergarten

Grundschule

Höhere Schule

Wenn Wunder geschehen

An Weihnachten geschehen zuweilen Wunder, zumindest passiert dies in einer der bekanntesten Erzählungen der Welt: In Charles Dickens' "Scrooge - Eine Weihnachtsgeschichte" wird der geizige, alte und hartherzige Geschäftsmann Ebenezer Scrooge eines Nachts durch drei Geistervisionen zum guten Menschen bekehrt.

In der Zeit vom 9. bis 17. Dezember 2014 führen Schüler der Klassen s2 bis s6 der Höheren Schule, unter Anleitung von Iris Krause und Marc Haas, die Geschichte als Theaterstück im nahegelegenen Pepper-Theater in Neuperlach auf. Bei der Produktion handelt es sich um einen freiwilligen Kurs im Rahmen des Whole-Day-School-Konzepts.


Die fünf ausverkauften Schulaufführungen werden nicht nur von Schülern der Europäischen Schule München besucht, sondern auch Klassen anderer Schulen aus dem Stadtteil sind zu Gast. Am Montag, 15.12., findet die letzte öffentliche Vorstellung um 19:00 Uhr statt - es sind nur noch wenige Karten erhältlich, eine Reservierung ist empfehlenswert.

Neben sprachlichem und körperlichem Ausdruck sowie Präsenz auf der Bühne, fördert Schultheater wesentliche soziale Fähigkeiten, weil sie für das Gelingen der Aufführung tatsächlich gebraucht werden: Kooperation, Kompromissbereitschaft und Einsatz für ein gemeinsames Ziel.

Dies lehnt sich an die Botschaft von Charles Dickens an, dass Aufgeschlossenheit und Mitgefühl für andere zu einem harmonischeren Miteinander beitragen. Dann können auch "Wunder" geschehen, nicht nur an Weihnachten, sondern das ganze Jahr über.

Literarische Begegnung

Im zweiten Jahr in Folge und in bewährter Zusammenarbeit mit dem französischen Kulturinstitut in München, haben die S4fr und S6L2-Schüler der Höheren Schule der französischen Sprachabteilung der ESM das Vergnügen gehabt, eine französische Schriftstellerin im Rahmen ihres Französisch- und Geschichtskurses zu empfangen.

Die Jugendbuchautorin, Tania Sollogoub, stellte am 26. November 2014 ihren Roman "Le dernier ami de Jaurès" einem Publikum, bestehend aus hunderten französischsprachigen Schülern, vor. Darunter waren auch zwei Klassen von bayerischen Schulen, die speziell zu diesem Anlass eingeladen wurden.

Mit viel Emotion und Einfühlsamkeit, diskutiert die Autorin mit den Schülern und erläuterte die Beweggründe ihrer Leidenschaft für den Pazifisten Jean Jaurès, ein französischer Politiker, der alles in seiner Macht stehende versuchte, um den Ausbruch des Ersten Weltkrieges zu verhindern.

Tania Sollogoub schilderte außerdem die verschiedenen Inspirationsquellen für das Schreiben ihres Romans. Aber der Austausch beschränkte sich nicht nur auf dieses Buch, denn Tania Sollogoub verstand es ebenfalls, ihre Liebe zur Literatur und vor allem zur Lyrik lebendig zu vermitteln. Die Schüler konnten dann ein Lieblingswort wählen: Hoffnung.

Diese Veranstaltung war geprägt von aufrichtigem Interesse und engagierter Teilnahme seitens der Schüler und endete mit einer Autogrammstunde und persönlichen Gesprächen mit einigen Schülern, die selbst gerne schreiben.

Die Freundlichkeit, die Aufgeschlossenheit und die Leidenschaft dieser Schriftstellerin gab den Schülern die Gelegenheit, zu erkennen, dass Literatur nicht gleichbedeutend mit Langeweile ist. Ganz im Gegenteil kann Literatur dazu dienen, das Miteinander zu stärken. Ganz einfach, ein besseres Leben zu führen.

Vielen Dank an Mireille Garcia, Französischlehrerin, für die Organisation der Veranstaltung und an Sébastien Cokaiko, Geschichtslehrer, für die vielen aufgenommenen Fotos und seine großartige Unterstützung.