Schülerbericht: Bio-Experiment bei "Fit for Uni"

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Der S7-Schüler der Europäischen Schule München David Bühler hat einen Bericht über die Projekttage "Fit for Uni" verfasst, der hier zu lesen ist:

 

In der Woche vom 23. Juni trafen sich motivierte Schülerinnen und Schüler der S6 und frischgebackene Absolventen der S7, um seit langer Zeit endlich mal wieder an analogem Unterricht „in 4D“ teilzunehmen. Ein breites Programm unterschiedlicher Metiers wurde von den Lehrern der jeweiligen Fachschaft aufwendig – man könnte sagen: liebevoll – organisiert. Neben Kursen, die auf die Übung spezifischer Softskills für das akademische und berufliche Leben abzielten, beinhalteten andere Kurse Themen, deren Theorie aus dem normalen Unterricht bekannt war, deren praktische Anwendung im normalen Lehrplan aber kaum Zeit findet.

Ein treffendes Beispiel war der Biologie-Laborkurs unter der Leitung von Frau Dr. Ceschi und Frau Wollscheid. Das Thema: Transformation in Bakterien, wie man also fremdes Erbgut in Bakterienzellen einschleusen kann, um einen gewünschten Effekt zu erzielen. Klingt kompliziert, ist es aber auch. In unserem Fall fiel die Wahl auf DNA, die den Bauplan für das Green Fluorescent Protein (kurz GFP) beherbergt. In der Natur kommt das Protein in der Quallenart Aequorea victoria vor, unter Bestrahlung durch UV-Licht fluoresziert es in hellem Grün. Diese DNA galt es nun, mit Hilfe eines Vektorplasmids, also einem Transportmittel für Gene, in Bakterien der Gattung Escherichia Coli einzubringen.

Nach einer kurzen Wiederholung der zugrundeliegenden Theorie sowie einer konkreten Zielformulierung des Experiments wurden die vielen Arbeitsschritte von den Fachlehrern jeweils sorgfältig erläutert und theoretisch gerechtfertigt. Zielgerichtete Fragen an die Schüler förderten das Verständnis. Die Schüler arbeiteten einzeln, gewisse Arbeits- beziehungsweise Materialteilungen wurden unter den geltenden Hygienebedingungen hervorragend umgesetzt. Gelegentliche Gespräche der Schüler untereinander und mit den Lehrern führten zu einer angenehm lockeren und heiteren Arbeitsstimmung.

Am Ende eines produktiven ersten Morgens war die eigentliche Arbeit getan, die Anweisungen der ganze 19 Seiten langen Anleitung waren erschöpft. Nach dem Wachstum der Bakterienkolonien über Nacht war am folgenden Tag das Ergebnis zu sehen (siehe Bild): Wie geplant leuchteten die Bakterienkolonien in den Petrischalen unter UV-Licht! Zum Abschluss wurden noch mathematische Auswertung durchgeführt und mit Hinblick für ihre medizinische Bedeutung ausführlich besprochen.