Lesefreude wecken

Seit einigen Jahren wird in der Grundschulbibliothek die Lesewoche ausgerichtet. Jeder, der möchte, kann sich daran beteiligen. Auch dieses Mal fanden in der Zeit vom 19. - 23. Februar 2018 in vielen Klassen und in der Bibliothek die vielfältigsten Aktivitäten rund um das Lesen statt.

Schüler aus einer höheren Klasse lesen jüngeren Schülern vor oder erzählen selbstgeschriebene Geschichten. Andere Klassen lauschen in der Bibliothek aufmerksam drei verschiedenen Vorträgen anlässlich des 550. Todestages von Johannes Gutenberg über die Entstehung des Buches, über seine Biographie und über die Erfindung des Buchdrucks. Auch die Besonderheit des mittelalterlichen Kettenbuchs wird ihnen erklärt.

Schüler mit unterschiedlichen Muttersprachen arbeiten interkulturell miteinander. Sie lesen das gleiche Buch in den verschiedenen Muttersprachen und bemerken bei der Erstellung eines Posters Ähnlichkeiten aber auch Unterschiede zwischen den Wörtern. Schüler mit drei verschiedenen romanischen Sprachen schreiben jeden Tag zu einer bestimmten Zeit eine Zeitung. In einer Sektion erfindet man gerade einen Helden und hat während der Lesewoche mit dem Schreiben einer eigenen Heldengeschichte begonnen, die über sieben Wochen täglich fortgesetzt wird.

Über die Autorenbesuche dieser Woche wurde schon separat berichtet. Wieder in einer anderen Sprache werden Gruselbücher gelesen. Am Ende der Woche dürfen sich alle Kinder in einem von den Lehrern vorbereiteten Gruselkabinett (umgestaltetes Klassenzimmer) nach Wunsch auf ihrem Gruselniveau (drei standen zur Auswahl) mal so richtig gruseln und fürchten.

Es gibt Klassen, die die gesamte Woche in Ruhe ohne Zeitdruck ausschließlich nur lesen und schreiben und wieder lesen. Am Ende dieser Woche sind die Schüler begeistert und wünschen sich sogar einen ganzen Lesemonat. Ebenso sind die Lehrer hoch erfreut über die positiven Auswirkungen der Lesewoche auf die jungen Leseratten.