Für die Europäische Schule München ist die nachhaltige Entwicklung nicht nur ein wichtiges Unterrichtsziel, sie setzt sich auch in besonderen Projekten und im Schulalltag allgemein für eine nachhaltige Entwicklung ein.

Umweltschule in Europa

Seit dem Schuljahr 2016/17 trägt die Europäische Schule München den Titel „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“. Das Prädikat wird vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV), dem Vertreter der Internationalen Umweltschule in Bayern, an Schulen verliehen, die sich besonders für umweltgerechten Unterricht einsetzen. Seit dem Schuljahr 2018/19 ist die Europäische Schule München Umweltschule mit drei Sternen, dem höchsten möglichen Grad der Auszeichnung.

Die Erziehung zu nachhaltiger Entwicklung ist schulübergreifend in Kindergarten, Grundschule und Höherer Schule integriert. Das Thema ist interdisziplinär und lehrplanübergreifend in verschiedenen Schulfächern verankert. Im Sinne des gesamtschulischen Ansatzes der Europäischen Schulen finden auch außerschulische Aktivitäten für Nachhaltigkeit statt.

Projekte für Nachhaltigkeit

Aktuell gibt es an der Europäischen Schule München verschiedene Programme und Maßnahmen für eine umweltgerechte Entwicklung:

Die Schule bezieht Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen. Die von „Il Cielo“ betriebene Schulmensa bietet zu hundert Prozent Bio-Lebensmittel an, bevorzugt von lokalen Lieferanten. Sie bietet auch täglich ein vegetarisches Menü an. Die Becher in der Cafeteria bestehen aus recyclebaren Materialien. In allen Schulen wird auf Mülltrennung geachtet.

Bereits im Kindergarten wird mit den Kindern geübt, Papier, Plastik und organische Abfälle zu trennen. Die Kinder verbringen viel Zeit im Schulgarten, pflanzen Blumen und ernten und verarbeiten Äpfel und Birnen. So wird bereits früh ein positives Verhältnis zur Natur geprägt.

In der Grundschule ist nachhaltige Entwicklung ein fächerübergreifendes Projekt. Beispielsweise erhalten die Grundschulkinder eine Bio-Brotbox, sie pflegen und bewirtschaften den Schulgarten und sammeln so lehrplanübergreifende Kompetenzen. Die Lehrkräfte werden motiviert, sich an Projekten zu beispielsweise Abfallvermeidung und Gesundheitskompetenz zu beteiligen und ihre Ressourcen und Werkzeuge zum Thema Nachhaltigkeit zu teilen.

Schülerinnen und Schüler der Höheren Schule können sich freiwillig in Eco-Clubs engagieren, die sich wöchentlich treffen. In diesen schreiben sie unter anderem Artikel zu nachhaltiger Entwicklung. Sie lernen, Dinge zu reparieren und selbst aus umweltfreundlichen Materialien herzustellen oder sie pflegen den Schulgarten und die Grünflächen der Schule. Es finden regelmäßig Ausstellungen zu Umweltthemen statt, die von Schülerinnen und Schülern gestaltet werden, zum Beispiel zum Thema Plastikvermeidung und Mikroplastik.

Die Standard-Suchmaschine an den PC-Arbeitsplätzen der Europäischen Schule München ist Ecosia. Mit dem erwirtschafteten Geld unterstützt sie Aufforstungsprojekte. Bei der Nutzung der PCs wird unter anderem durch automatisches Herunterfahren darauf geachtet, dass nicht unnötig Energie verbraucht wird. Schulreisen setzen, wenn möglich, auf Bus und Bahn. Bei Flügen kompensiert die Europäische Schule München den CO2-Außstoß via atmosfair.

Zudem findet jedes Jahr eine Ökowoche statt. Während dieser werden noch einmal besonders über verschiedene Aktivitäten, Workshops, Vorträge und Ausstellungen und eine die nachhaltige Entwicklung an der Schule und auf Umweltfragen zu einem bestimmten Thema.

Koordination

Koordinator für nachhaltige Entwicklung allgemein und für die Höhere Schule ist Pierre Meyssignac. Die Koordinatorin für die Grundschule ist Hannah Baxter und Koordinatorin für den Kindergarten ist Lisa Melessaccio.