Horizonte erweitern

In Europa durchleben wir momentan turbulente Zeiten, in denen sich eine starke Gegenbewegung zu den globalisierten Prozessen formiert. Vor diesem Hintergrund hätte das Thema der diesjährigen MunoM-Konferenz "Regionalismus und Nationalismus als Reaktion auf die Globalisierung" aktueller nicht sein können und lieferte Stoff für intensive Diskussionen unter den "Delegates".

Bei diesem Großereignis waren über 400 Schüler aus 28 Schulen aus ganz Europa bei uns an der ESM zu Gast und haben in Sitzungen in einer "UNO Generalversammlung" Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit, Flüchtlingssituation, militärische Konflikte, wirtschaftliche und soziale Fragen erörtert, um am Ende Resolutionen zu verfassen. Die Konferenz selbst wurde vom 14. bis 17. November 2017 im grünen Container und dem Europabau der ESM sowie im Isar-Gebäude des Europäischen Patentamts ausgerichtet.

Die Konferenz ist eine Simulation der Vereinten Nationen, in der Schüler in die Rolle von Delegierten schlüpfen und die drängendsten weltpolitischen Fragen erörtern. Durch das Diskutieren können sie ihre Fähigkeiten im kritischen Denken und ihr Verhandlungsgeschick vertiefen und schulen gleichzeitig ihr politisches Bewusstsein. Ganz nebenbei haben sie auch Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen. Und Sprachtraining im mündlichen Englisch gibt es obendrein, denn wie beim Vorbild in New York ist Englisch die Verhandlungssprache.

Model United Nations überwindet nicht nur die Kluft zwischen Menschen, sondern durchbricht auch die inneren Barrieren unseres geistigen Horizonts, der unsere Einstellungen und unsere Weltanschauung bestimmt. Das Planspiel ist genau das: eine Möglichkeit, Horizonte zu erweitern und dabei auch noch sehr viel Spaß zu haben.