Unsichtbare Fäden der Natur

Gut vorbereitet sind die italienischen Schüler von der 1. Grundschulklasse bis zur 5. Klasse der Höheren Schule in den Lesungen von Gianumberto Accinelli vom 19. bis 21. Februar 2018 erschienen. Sein italienisches Buch "I fili invisibili della natura" wird aktuell in Deutschland in der deutschen Übersetzung unter dem Titel "Der Dominoeffekt" überall zum Buchpreis nominiert und hoch gelobt.

In diesem Buch hat der Autor weltweit kuriose Geschichten zusammengetragen, in denen Zusammenhänge in der Natur und damit Ökosysteme für Schüler begreifbarer gemacht werden. Er zeigt auf, wie sensibel die Natur schon auf kleinste Eingriffe des Menschen reagiert und welche Kettenreaktionen entstehen können. Die gut verständlich geschriebenen Geschichten richten sich mit ihrem leisen Humor sowohl an Kinder als auch an Erwachsene. Die Schüler brachten ihre zuvor im Unterricht selbstgestalteten Plakate mit in die Lesung und hatten unzählige Fragen an den Autor, sodass er kaum dazu kam, seine Geschichte zu erzählen.

Die Frage nach dem Anlass für sein besonderes Sachbuch begründete der Autor mit der Motivation, die er durch seinen Professor, einen Insektenforscher, erhielt, der wegen seiner Tier-Sendung für Kinder im italienischen Fernsehen sehr bekannt ist. Die Sachverhalte genial einfach erklärenden Sendungen inspirierten den Autor zu eigenen Geschichten aus der Natur, die er für junge Leser veröffentlichen wollte.

Demnächst wird sein zweites Buch mit noch mehr Geschichten aus dem Tierreich in Italien veröffentlicht. Eine davon erzählte er bereits vorab seinem Schülerauditorium: "Es gab eine Zeit in Afrika, in der zu viel Nilpferde getötet wurden, weil die Einheimischen ihr Fleisch aßen. Die Folge war mangelhafter Dünger am Wasserrand sowie im Wasser. Was dazu führte, dass die Fische im Wasser mangels Nahrung ausstarben, die Umgebung des Sees austrocknete und das grüne Gras verschwand, weil es nicht mehr gedüngt wurde. Die Menschen, die in der Gegend lebten, erkannten schließlich, was sie angerichtet hatten und hörten auf, die Nilpferde so zahlreich zu jagen".

Nun hoffen wir, dass sein zweites Buch ebenso schnell wie das erste in Deutschland erscheinen wird.