Schnorcheln mit den Oktopussen

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Ein Reisebericht der Schülerinnen Paula Nobis und Michaela Kress (S7)

Am Abend zieht man den Neoprenanzug an, voller Vorfreude auf das, was man entdecken wird. Nach einer Einweisung zum Verhalten mit der Taschenlampe geht es endlich ins Wasser. Noch schnell die Flossen anziehen und schon ist man startklar, um die Unterwasserwelt erkunden. Besonders viele Lebewesen, die sich sonst versteckt halten, wie Drachenköpfe oder Oktopusse, kann man während des Nachtschnorchelns entdecken. Eine Erfahrung, die sich wirklich lohnt! Es dauert etwas, bis sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen. Plötzlich sieht man Fische im Lichtkegel der Taschenlampen aufblitzen. Ganz langsam schnorchelt man an den Felswänden entlang, guckt in jeden Spalt und bemerkt das vielfältige Leben Unterwasser: Krabben, Muscheln, Schnecken, Seeigel, soweit das Auge reicht. Wenn man genau hinsieht, bemerkt man auch die Drachenköpfe am Boden, die versuchen, sich zu tarnen, oder eben auch Oktopusse. Und wenn man will, kann man auch das Meeresleuchten beobachten. Dann sieht man auf einmal überall fluoreszierende Lichter aufleuchten, wie Glühwürmchen im Wasser – ein magischer Moment! Es ist fast schon schade, diese friedliche Welt irgendwann wieder verlassen zu müssen.

In der ersten Woche dieses Schuljahrs durften 41 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen und Sprachsektionen der Höheren Schule eine Reise zum Institut für Marine Biologie auf Giglio antreten. Giglio ist eine italienische Insel im Mittelmeer, welche durch ihre vielseitige Unterwasserwelt hervorsticht. Das Projekt „Mach Meer“ der Europäischen Schule München findet seit mehreren Jahren regelmäßig statt. In diesem Jahr organisierten und begleiteten die Lehrkräfte Frau Ceschi, Herr Britzke und Frau Wollscheid die Exkursion. Wieder einmal war ein vielseitiges Programm geboten.

Hauptbestandteil war ein Kurs über das Leben im Meer, in dem die verschiedenen Lebensräume am Beispiel einzelner Lebewesen erklärt und untersucht wurden. Von Seesternen über Algen und Krebsen bis hin zu Muscheln war alles vertreten. Der Kurs wurde von den Expertinnen und Experten des Instituts für Marine Biologie in Giglio geleitet. Zum Abschluss diskutierten alle eingehend über den Einfluss des Menschen auf das Ökosystem Meer und die daraus resultierenden Folgen für unser aller Klima. „Am besten hat mir der letzte Kurs gefallen, in dem wir gelernt haben, wie aktuell der Klimawandel ist“, sagt ein Teilnehmer: „Es war einerseits sehr erschreckend, aber auch ziemlich interessant.“

Insbesondere das Gleichgewicht zwischen Theorie und Praxis, sowie das anschließende Schnorcheln, um die im Unterricht erlernten Tiere hautnah zu erleben, begeisterte alle Schülerinnen und Schüler ebenso wie die Lehrkräfte. „Am Kurs fand ich toll, dass wir alles durch Erfahrungen gelernt haben und auch selbst etwas zu tun hatten”, erklärt eine Schülerin.

Nachdem wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Schuljahr kaum Ausflüge stattfinden konnten, gab es nun endlich auch wieder gemeinsame Aktivtäten. Man lachte viel und tauschte sich aus, auch über die Jahrgangsstufen hinweg. Zum Beispiel während der zahlreichen freiwilligen Wanderungen und Schnorchelausflüge. „Mir hat vor allem das Soziale gefallen“, meint eine Schülerin: „Man konnte Kontakte erweitern und einfach mehr Zeit mit Freunden verbringen, was mir während Corona richtig gefehlt hat.“

Geselliges Beisammensitzen, Pizza am Strand, ein Eis in der Dämmerung, oder einfach tanzen im Sand – so endeten schließlich gelungene Tage auf Giglio. Es war ein Erlebnis, an das sich viele Schülerinnen und Schüler noch lange erinnern werden.

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