Zu regelmäßigen Sitzungen, 3- bis 4-mal pro Schuljahr, trifft sich die Schülervertretung der Grundschule mit Lehrern und der Schulleitung. Gelegentlich ist auch ein Erziehungsberater der Höheren Schule anwesend, wenn es zum Beispiel um den reibungslosen Übergang von der 5. Klasse Grundschule in die 1. Klasse der Höheren Schule geht.

Ablauf
Zu den Sitzungen sind die Klassensprecher der 3., 4. und 5. Klassen der Grundschule und deren Stellvertreter als Schülervertretung eingeladen. Die zu besprechende Tagesordnung ergibt sich aus den vorher von den Schülervertretern vorgeschlagenen Themen, die mit den Anliegen der Schulleitung kombiniert werden. Eine Mitarbeiterin des Sekretariats führt über die Inhalte und Ergebnisse der Sitzungen Protokoll, welches zu Beginn der nächsten Sitzung genehmigt wird.

Aufgaben
Die Schülervertretung vertritt die Interessen und Rechte der Schüler der Grundschule. Sie wirkt in verschiedenen Bereichen aktiv an der Gestaltung des schulischen Lebens mit. Die Vertretung der Schülerinteressen in den regelmäßig stattfindenden Konferenzen mit Vertretern der Schulleitung ist ihre wichtigste Aufgabe. Alle Schüler können jederzeit mit Problemen und Anliegen zu ihren Schülervertretern kommen. Die Auswahl und Gewichtung und das Vorbringen der betreffenden Punkte obliegt den Klassensprechern und ihren Stellvertretern in den Konferenzen, ebenso wie das Diskutieren von Lösungsvorschlägen mit den Vertretern der Schulleitung. Die Schülervertreter sind auch verpflichtet, ihre Mitschüler regelmäßig über ihre Arbeit und die Ergebnisse zu informieren. Durch diese beständige Interaktion zwischen Schulleitung, Schülervertretern und den Mitschülern wird über das gesamte Schuljahr eine Kontinuität gewährleistet.

Pädagogischer Nutzen
Der pädagogische Wert dieser Zusammenarbeit zwischen der Schulleitung und den Repräsentanten der Schülerinnen und Schüler kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Man lernt die Sichtweisen und Herangehensweisen, sowie die Bewältigung von Aufgaben und die Lösung von Problemen aus der Sicht des jeweils anderen kennen. Der Sitzungsablauf lässt die Schülervertreter spüren, dass sie selbst und die Anliegen, die sie für ihre Mitschüler vertreten, ernst genommen werden. Namensschilder, ein sorgfältig geführtes Protokoll und die Anwesenheit von Lehrern, Schulleitung und Erziehungsberatern stellen eine hohe Wertigkeit dar. Diese Struktur ermöglicht es, nicht nur anliegende Probleme zu lösen, sondern auch auf die vielfältigen Ressourcen zuzugreifen, die in einer Schulgemeinschaft vorhanden sind, und diese positiv zu nutzen.