Kindergarten

Grundschule

Respekttag an der Grundschule

Zwar ist es derzeit wichtig, in der Schule auf Social Distancing zu achten, den sozialen Zusammenhalt vergessen wir an der Europäischen Schule München deshalb aber nicht. Am Freitag, den 04. September, fand ein Respekttag und damit verbunden die Kick-Off-Veranstaltung des Anti-Mobbing-Programms KiVa für die Klassen P2 bis P4 der Grundschule statt. KiVa ist finnisch und bedeutet „schön“ oder „nett“. Es ist ein von der Universität Turku entwickeltes, soziales Lernprogramm. Sein Ziel ist, Mobbing bereits zu verhindern, bevor ein Problem entsteht. Das Programm wird wissenschaftlich begleitet, seine Wirksamkeit ist nachgewiesen.

Dieses Jahr war natürlich alles etwas anders als sonst. Die Klassen bereiteten sich unabhängig auf das Thema vor. Sie stellten sich im Unterricht Fragen, etwa wie sie sich eine angenehme Schulatmosphäre vorstellen, oder welche Regeln es für gegenseitigen Respekt braucht. Hanna Mührl und Christiaan Dekker vom SMiLe-Team wendeten sich per Videochat auf Teams an die Klassen. Sie hatten einen neuen Freund dabei: Die Puppe VaKi. Und die hatte viele Fragen zu KiVa. In ihrer letzten Schule ging es ihr nicht so gut – darum freut sie sich, jetzt an einer Schule zu sein, in der alle freundlich und respektvoll mit ihr und miteinander umgehen. So lernen die Kinder spielerisch worauf es beim Miteinander ankommt.

In den Pausen gab es dann eine große Überraschung: Herr Pepy und Herr Dekker sangen für die Schulkinder auf dem Pausenhof „Don’t worry, be KiVa“ und das Schullied „Wir sind die ESM!“, das Christiaan Dekker im vergangenen Schuljahr komponiert hatte – natürlich mit Abstand zwischen den verschiedenen Gruppen. Das Lied kann man sich auch auf dem ESM-Pinboard auf SharePoint ansehen. Nötig ist dazu eine Anmeldung über den Microsoft-Zugang mit der eursc.eu-Kennung.

Zum Schluss gab es noch ein kleines Geschenk für die Schulkinder: Ein Bändchen mit Knoten. Der soll sie immer an KiVa und die heute vermittelten Werte von Respekt und Gemeinschaft erinnern. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf helfen schließlich alle mit, gemeinsam ein positives Schulklima zu etablieren. Weitere Infos:

KiVa Programm Antimobbing an der der ESM SMiLe-Team

Höhere Schule

Proklamation im Autokino

Eine solche Proklamationsfeier hat es in der Geschichte der Europäischen Schule München noch nie gegeben. Aufgrund der aktuellen Auflagen für Versammlungen konnte die Proklamation dieses Jahr nicht wie gewohnt in der Schule stattfinden. Ein würdiger Abschluss konnte den Abiturientinnen und Abiturienten dennoch ermöglicht werden: Die Feierlichkeiten wichen auf das Autokino Aschheim aus. 

Manche Familien kamen in besonderen Autos, dem Käfer der Mutter oder einem großen Wohnmobil. Viele schmückten ihre Fahrzeuge mit Fahnen. ESM-Direktor Anton Hrovath und der Interims-Direktor der Höheren Schule, Martin Duggen, fuhren mit dem Transporter der ESM ein. Die Grußworte aus Brüssel wurden digital überbracht: Johannes Hahn, Kommissars für Haushalt und Verwaltung der Europäischen Kommission beglücktwünschte die Schülerinnen und Schüler zum bestandenen BAC mit einer Videobotschaft, die auf großen Bildschirmen an den Bühenseiten gzu sehen war. Auch die Ansprachen der beiden Direktoren wurde per Video vergrößert. Anton Hrovath lobte den europäischen Innovationsgeist und Zusammenhalt, der in der Krise besonders wichtig sei, wie die Absolventinnen und Absolventen nun in den vergangenen Monaten selbst erfahren hatten. Es folgten die Ansprachen der Vertreterin des Europäischen Patentamtes, Maria Castellanos, sowie von Julien Jacoby, dem Vertreter der Elternvereinigung. Hupkonzerte begleiteten die Reden. 

Der ESM-Chor konnte aufgrund der besonderen Situation nicht persönlich auftreten, hatte aber einen musikalischen Videogruß vorbereitet. Danach ging es an die Überreichung der rund 180 Diplome. Wie jedes Jahr trugen die Schülerinnen und Schüler schicke Kleider und Anzüge. Neu war, dass es dieses Mal auch einen Mund-Nasenschutz mit ESM-Logo gab, und das Händeschütteln leider ausfallen musste. Anschließend richtete BAC-Koordinatorin Veronika Artelsmair das Wort an die Absolventinnen und Absolventen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Sprachsektionen des Abiturjahrgangs verabschiedeten sich schließlich im Namen aller. Zum Schluss wurde angestoßen - aus der Ferne und mit Wasser, schließlich waren alle mit dem Auto da. 

Die Proklamation ist jedes Jahr ein Ereignis, das vielen noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Durch die ungewöhnlichen Umstände wird sie das dieses Mal sicher ganz besonders. 

Auch die Medien fanden die originelle Idee mit dem Autokino interessant. Der Bayerische Rundfunk berichtet über die Feier in Radio und Fernsehen.

TV-Bericht in der BR-Mediathek Radiobericht auf BR.de 

Schülerbericht: Bio-Experiment bei "Fit for Uni"

Der S7-Schüler der Europäischen Schule München David Bühler hat einen Bericht über die Projekttage "Fit for Uni" verfasst, der hier zu lesen ist:

 

In der Woche vom 23. Juni trafen sich motivierte Schülerinnen und Schüler der S6 und frischgebackene Absolventen der S7, um seit langer Zeit endlich mal wieder an analogem Unterricht „in 4D“ teilzunehmen. Ein breites Programm unterschiedlicher Metiers wurde von den Lehrern der jeweiligen Fachschaft aufwendig – man könnte sagen: liebevoll – organisiert. Neben Kursen, die auf die Übung spezifischer Softskills für das akademische und berufliche Leben abzielten, beinhalteten andere Kurse Themen, deren Theorie aus dem normalen Unterricht bekannt war, deren praktische Anwendung im normalen Lehrplan aber kaum Zeit findet.

Ein treffendes Beispiel war der Biologie-Laborkurs unter der Leitung von Frau Dr. Ceschi und Frau Wollscheid. Das Thema: Transformation in Bakterien, wie man also fremdes Erbgut in Bakterienzellen einschleusen kann, um einen gewünschten Effekt zu erzielen. Klingt kompliziert, ist es aber auch. In unserem Fall fiel die Wahl auf DNA, die den Bauplan für das Green Fluorescent Protein (kurz GFP) beherbergt. In der Natur kommt das Protein in der Quallenart Aequorea victoria vor, unter Bestrahlung durch UV-Licht fluoresziert es in hellem Grün. Diese DNA galt es nun, mit Hilfe eines Vektorplasmids, also einem Transportmittel für Gene, in Bakterien der Gattung Escherichia Coli einzubringen.

Nach einer kurzen Wiederholung der zugrundeliegenden Theorie sowie einer konkreten Zielformulierung des Experiments wurden die vielen Arbeitsschritte von den Fachlehrern jeweils sorgfältig erläutert und theoretisch gerechtfertigt. Zielgerichtete Fragen an die Schüler förderten das Verständnis. Die Schüler arbeiteten einzeln, gewisse Arbeits- beziehungsweise Materialteilungen wurden unter den geltenden Hygienebedingungen hervorragend umgesetzt. Gelegentliche Gespräche der Schüler untereinander und mit den Lehrern führten zu einer angenehm lockeren und heiteren Arbeitsstimmung.

Am Ende eines produktiven ersten Morgens war die eigentliche Arbeit getan, die Anweisungen der ganze 19 Seiten langen Anleitung waren erschöpft. Nach dem Wachstum der Bakterienkolonien über Nacht war am folgenden Tag das Ergebnis zu sehen (siehe Bild): Wie geplant leuchteten die Bakterienkolonien in den Petrischalen unter UV-Licht! Zum Abschluss wurden noch mathematische Auswertung durchgeführt und mit Hinblick für ihre medizinische Bedeutung ausführlich besprochen.