Kindergarten

Grundschule

Von Drachen und Fliegen

"Auf der Sonnenwiese in einem Baumstumpf leben die drei Fliegen Mäh, Mah und Muck. In der Schlucht nebenan wohnt ein riesiger, feuerspuckender Drache. Wenn er wütend wird, schimmert seine grüne, schuppige Haut rot. Aber er hat ein gutes Herz. Zusammen erleben sie unglaubliche Abenteuer." Davon handelt eines der Bücher der Schriftstellerin Roxana Grabenhofer, die am 10. April 2018 zu Gast in der GS-Bibliothek war.

Drei deutsche 1. und 2. Grundschulklassen sind am Ende des Schultages für die letzten 90 Minuten zusammen in die Bibliothek gekommen, um ihren vollgepackten Tag entspannt bei einer Schullesung ausklingen zu lassen. Die Kinderbuchautorin lebt seit 37 Jahren in München, wuchs aber in Rumänien auf, wo sie 1967 geboren wurde, und schreibt seit einigen Jahren Kindergeschichten, die durch ihren eigenen kleinen Sohn damals animiert wurden. Die Idee zu schreiben entstand als sie ihrem Sohn immer wieder auf drei Stichwörter hin, Geschichten zusammen fantasiert hatte. Zuerst stellte sie den Kindern an Hand einer Landkarte ihre Figuren aus ihren Märchen vor: da sind die Fliegen Mäh, Mah und Muck, die es lieben, Abenteuer zu erleben und Vanillepudding zu essen. Der kleine grüne Drachen ohne Namen, weil der sich so schwer aussprechen lässt, dass er ihn deshalb gar nicht erst verrät. Er hat noch zwei Geschwister und liebt den Käsekuchen von Frau Butterkäse, der kleinen Maus und noch einige andere Tiere, die alle auf und um einen Bauernhof mit Wiesen und einem Waldesrand und an einem Fluss leben.

Nun war den Schülern die Umgebung, in der die Tiergeschichten spielen, vertraut, und die Autorin las die Geschichte "die Drachenschuppe" vor, in der eine in einer fliegenden Badewanne hockende Hexe unbedingt eine Schuppe des gerade schlafenden Drachens für sich ausreißen wollte. Sie ließ nicht locker, der Drache wachte dabei auf und spie natürlich ärgerlich Feuer. Sie sah ein, dass man so respektlos nicht miteinander umgehen konnte und versuchte es anschließend mit einem Tausch, um an die Drachenschuppe zu kommen. Schließlich erreichte die Hexe Luma ihr Ziel mit 7 Toilettenpapierrollen, die der Drache nach Belieben anzünden konnte. Er zog glücklich damit davon und die Hexe hatte eine seiner Schuppen.

Zum Schluss erzählte die enthusiastische Autorin den neugierigen Schülern noch wie ihr Buch entstanden war und welche Schritte es beim Entstehen durchlaufen hatte bevor der Schlussgong des Unterrichts ertönte.

Lesefreude wecken

Seit einigen Jahren wird die Lesewoche in der Grundschulbibliothek ausgerichtet. Jeder, der möchte, kann sich daran beteiligen. Auch dieses Mal fanden in der Zeit vom 19. - 23. Februar 2018 die vielfältigsten Aktivitäten rund um das Lesen in sehr vielen Klassen und in der Bibliothek statt.

Schüler aus einer höheren Klasse lesen jüngeren vor oder erzählen den Schülern selbstgeschriebene Geschichten. Andere Klassen lauschen neugierig in der Bibliothek den drei verschiedenen Vorträgen anlässlich des 550. Todestages von Johannes Gutenberg über die Entstehung des Buches, über seine Biographie und über die Erfindung des Buchdrucks sowie was es mit dem Kettenbuch aus dem Mittelalter auf sich hat. Schüler mit unterschiedlichen Muttersprachen arbeiten auch interkulturell miteinander. Es wird das gleiche Buch in den verschiedenen Muttersprachen gelesen und während der Erstellung eines Posters darüber plötzlich die Ähnlichkeit oder aber auch Unterschiedlichkeit von Wörtern von den Schülern bemerkt. Schüler mit drei verschiedenen romanische Sprachen schreiben jeden Tag zu einer bestimmten Zeit eine Zeitung. In einer Sektion erfindet man gerade einen Helden und hat während der Lesewoche mit dem Schreiben einer eigenen Heldengeschichte begonnen. Ab sofort wird jetzt sieben Wochen lang jeden Tag ein bisschen weiter daran gearbeitet.

Über die Autorenbesuche dieser Woche wurde schon separat berichtet. Wieder in einer anderen Sprache werden Gruselbücher gelesen und am Ende der Woche dürfen sich alle Kinder in einem von den Lehrern vorbereiteten Gruselkabinett (umgestaltetes Klassenzimmer) nach Wunsch auf ihrem Gruselniveau (drei standen zur Auswahl) mal so richtig gruseln und fürchten.

Es gibt sogar Klassen, die die gesamte Woche in Ruhe ohne Zeitdruck nur lesen und schreiben und wieder lesen. Am Ende der Woche sind die Schüler begeistert und wünschen sich einen ganzen Lesemonat. Ebenso sind die Lehrer hoch erfreut über die positiven Auswirkungen auf die jungen Leseratten.

Höhere Schule

Kunst und Musik feiern

United in Diversity - unter diesem Motto hat vom 28. Februar bis zum 4. März 2018 das erste "Festival of Art and Music of the European Schools" in Frankfurt stattgefunden. Ca. 240 Schüler und Lehrer aus allen Europäischen Schulen arbeiteten gemeinsam bildnerisch und musikalisch miteinander. Dieses Festival soll nun alle zwei Jahre an einer anderen Europäischen Schule ausgerichtet werden.

Schon vor dem Festival wurde in allen Europäischen Schulen fleißig im Kunst-Unterricht gearbeitet, um die große Ausstellung in der Europäischen Zentralbank vorzubereiten, in der das erste Mal Schülerarbeiten aller Schulen präsentiert und neue Festival-Lieder komponiert wurden.


Vor Ort wurden dann in zahlreichen Workshops, in denen die Schüler der verschiedenen Schulen gemischt gemeinsam arbeiteten, Musikstücke einstudiert und Bilder geschaffen. Während die Musik-Schüler für das Konzert probten, erforschten die Kunst-Schüler Museen und Architektur der Stadt Frankfurt.

Die gemeinsamen Abendveranstaltungen, Essenszusammenkünfte und Unterkünfte boten dann auch noch reichlich Gelegenheiten sich über die eigene Schule, den Workshop und die Fächer hinaus neue Freundschaften zu schließen und sich besser kennen zu lernen.

Die musikalische Arbeit konzentrierte sich auf drei große Ensembles: Chor, Orchester und Bigband, sowie kleinere fakultative Ensembles: Streichorchester, Jazz Combo, Jazz Singers, Pop-Band, Kammerchor und andere Konstellationen. Zahlreiche musikalischen Genres waren vertreten - Klassik, Rock, Pop, Volksmusik, Jazz, Filmmusik u.v.m.

Viele talentierte und hochmotivierte Schüler hatten die Möglichkeit, sich auszutauschen, künstlerisch zusammenzuarbeiten, neue Musikformen zu erforschen und mitzugestalten. Vieles geschah auch außerhalb der regulären Proben - eine wahre Integration.

Es gab ein großes, phänomenales Konzert, eine Ausstellung der Workshop-Arbeiten, eine fächerübergreifende und verbindende Performance und eine Party, und bei der sich alle gemeinsam in nicht nur irischen Tänzen übten.

Unübertrefflich war die Stimmung während der ganzen Veranstaltung: Ein überaus fröhliches, wohlwollendes Miteinander mit ständigen spontanen musikalischen, performativen und zeichnerischen, wie Sterne leuchtenden Interventionen, in denen die Schüler unaufgefordert ihrer kreative Kraft und Lust freien Lauf ließen und Kostproben ihrer hohen Talente und Kompetenzen zeigten.

Diese Leichtigkeit und Lebensfreude überstrahlte den Kraftakt der aus der Taufe gehobenen komplexen Organisation.

Happy Birthday FAMES - es lebt und strahlt!

Sich musikalisch verbinden

Die Außentemperaturen sind am 27. Februar 2018 eisig kalt gewesen; nicht so die Atmosphäre in der Europahalle. Denn das Musikensemble "Echromata" von der Mandoulides-Schule in Thessaloniki, Griechenland, brachte die Wärme aus ihrer Kultur und teilte sie mit der ESM mittels ihrer energiegeladenen und inspirierenden musikalischen Darbietung.


Der griechische Chor und das Orchester, bestehend aus ca. 40 Schülern der Sekundarstufe, kamen am Montagabend zu einem geselligen Austausch und einer musikalischen Probe mit Musikern des HS-Orchesters und des Konzertchores der ESM zusammen. Am Dienstagvormittag gaben die Gruppen dann zwei Konzerte für Schüler der Grundschule und der Höheren Schule.

Das Konzert wurde visuell durch Bilder, die auf eine Leinwand projiziert wurden, bereichert. Den Höhepunkt bildete eine Geschichte über sieben verschiedene Kinder aus aller Welt, die, weil sie so viel gemeinsam hatten, letztlich ein und dieselbe Person waren. Die musikalischen Einlagen und Choreographien vermittelten ein lebendiges Bild von den vielen verschiedenen Ländern, die unsere gemeinsame Welt ausmachen. Der Geschichte folgte der Song "Imagine" von John Lennon, der die perfekte emotionale Botschaft übermittelte, um die wahre Bedeutung der Geschichte zu unterstreichen: dass wir alle eine einzige große Menschheitsfamilie sind und als solche auch leben sollten.

Am Ende des Konzertes sangen die Schüler der griechischen Sektion der ESM ein traditionelles griechisches Lied. Damit entließen sie das Publikum mit einem warmen Gefühl, welches sie die frostigen Temperaturen sicher vergessen ließ!