Kindergarten

So verschieden schmeckt Brot in Europa

In den letzten Wochen stand das Brot im Mittelpunkt der Arbeit des Kindergartens an der Europäischen Schule München. Alle Gruppen beschäftigten sich mit dem Thema „Vom Korn zum Brot“. Die Kinder lernten verschiedene Getreidesorten kennen und wie aus dem Korn Mehl gemahlen wird. Dazu besuchte die französische Gruppe eine Mühle, die anderen Gruppen mahlten per Hand.

Was benötigt man, um Brot zu backen? Welche Zutaten gehören in den Teig? Die Kinder lernten, dass die Grundzutaten neben Mehl auch Wasser und Hefe sind und dass es unterschiedliche Mehlsorten gibt, wie zum Beispiel Roggen, Weizen oder Dinkel. Aber Brot ist nicht gleich Brot. In den verschiedenen europäischen Ländern gibt es auch verschiedene Brotsorten.

Auf die Theorie folgte die Praxis: Die Kinder maßen ab, wogen, kneteten und formten den Teig, bis das Brot schließlich in den Backofen geschoben wurde. Am 9. Mai eröffnete nach einem gemeinsamen Singen das Europatagsbuffet im Garten. Hier zeigte sich, wie vielfältig Brot schmecken kann, denn zu essen gab es natürlich die unterschiedlichen europäischen Brote.

Der Kindergarten servierte unter anderem Ciabatta aus Italien, Knäckebrot aus Schweden, Sandwiches aus England, Baguette aus Frankreich, Barra de pan aus Spanien, Roggenbrot aus Deutschland und viele, viele Sorten mehr aus vielen Ländern Europas – ein toller Abschluss zum Thema.

Das Kindergarten-Team der Europäischen Schule München bedankt sich herzlich bei allen Eltern für ihre tatkräftige Unterstützung.

Grundschule

Theater-Festival der spanischen Abteilung

Zum Sommerbeginn verabschiedete die spanische Abteilung der Grundschule das Schuljahr 2018/19 mit einem Theater-Festival. Während des Festivals traten 96 Schauspieler und Schauspielerinnen in fünf verschiedenen Inszenierungen auf. Die Kinder versetzen die Zuschauer in die Welt der Phantasie, der Träume und in die Zukunft.   Dieses Jahr konnte die spanische Abteilung auf die wertvolle Hilfe von Theater-Expertin Débora Ávila zählen. Sie verstand es, ihre Theaterleidenschaft auf die Kinder zu übertragen.    In "Malos humos – Luftverschmutzung" verwandelten sich die Kinder aus der ersten Klasse in lebende Waldgeister, die eine Lösung suchten damit die Fabriken keine schmutzige Luft mehr ausströmen. Die zweite Klasse versetzte das Publikum in die Welt der winzig kleinen Kreaturen, in die Welt der fleißigen Ameisen, die sich wünschen, Menschen zu sein, und Menschen, die sich wünschen, Insekten zu sein: Nie sind wir zufrieden mit dem was wir sind. “Ser o no ser - Sein oder Nichtsein”, so der Titel des Stücks. In der Mitte des Festivals trat die dritte Klasse mit "Cóndor" auf. Im Wald nahe des Dorfes will man eine Mine anlegen und einen tausend Jahre alten Baum fällen. Die Behörden haben dazu ihre Erlaubnis gegeben, aber die Kinder des Ortes wollen es nicht erlauben. Danach war die vierte Klasse dran: “Un elefante se ha colado en la catedral - Ein Elefant hat sich in die Kathedrale geschlichen” Am nächsten Tag kommen die deutschen Touristen zu Besuch, die Bewohner des Dorfes versuchen mit allem Kräften, den Elefanten aus der Kathedrale zu vertreiben. Das Theater-Festival endete mit der Vorführung der fünften Klasse. Sie zeigte die Zukunft mit einem von den Schülerinnen und Schülern selbst geschriebenen Theaterstück: "Verano 2019 - Sommer 2019". Eine Gruppe Jugendlicher kümmert sich um die Zukunft unseres Planeten, der von  fremden Wesen besucht wird, von denen man manches lernen kann.   So verabschiedete sich die spanische Sektion der Grundschule mit Tanz und Musik, mit etwas Lampenfieber, großer Fantasie, einer gemeisterten Herausforderung, einer tollen Teamarbeit und mit viel Lachen und Freude.

Höhere Schule

Akrobatik vor Alpenpanorama: Die ESM bei der Gymnaestrada 2019

Die Weltgymnaestrada ist das weltgrößte internationale Breitensportfestival. Anfang Juli fand es zum 16. Mal statt, Austragungsort war die österreichische Stadt Dornbirn. Mit dabei waren 34 Schülerinnen und Schüler der Europäischen Schule München aus den Klassen S1 bis S7. Zusammen mit dem Viscardi-Gymnasium Fürstenfeldbruck und dem TSV Oberhaching wurden sie mit einer gemeinsamen Showperformance als Teil der deutschen Delegation ausgewählt. Eine große Ehre für die Schülerinnen und Schüler, ihren Leiter Bernd Auerhammer und ihre Unterstützer, die für die hohe Qualität ihrer Darbietung spricht.

Die Gymnaestrada ist kein Wettkampf, vielmehr geht es darum, besonderes turnerisches und akrobatisches Können in kreativen Choreografien der Welt zu präsentieren. Dieses Jahr nahmen unter dem Motto „Come together. Show your colors!“ 19.000 Menschen aus 65 Nationen teil. Eine Veranstaltung ganz im Sinne der Vielfalt also, wie sie auch zum Selbstverständnis der Europäischen Schule München gehört.

Auch die Showperformance der ESM und ihrer Partner fand folglich im Namen der Vielfalt statt. Die war schon rein altersmäßig gegeben: Die drei Gruppen vereinten Sportlerinnen und Sportler im Alter zwischen sieben und fünfundfünfzig Jahren. Den Auftritt begann die Gruppe des Viscardi-Gymnasiums, verkleidet als mysteriöse Trenchcoat-Figuren. „Moving Flags“ lautete das Motto der ESM-Choreografie. Mit roten, gelben und weißen Tafeln mauerten die Schülerinnen und Schüler dabei sich immer wieder ein, um dann jedes Mal wieder herauszubrechen und mit wirbelnden Farben und schwierigen Stützfiguren zu überraschen. Am Ende ihres Parts bildeten sie einen sechsstöckigen menschlichen Turm. Das Oberhachinger Sporttheater-Ensemble trat mit einer mehrere Meter hohen Puppe in ihrer Mitte auf. Zum Schluss kamen die drei Gruppen noch einmal gemeinsam auf die Bühne.

Ihre Trainingskleidung der deutschen Delegation tauschten die ESM-Akrobaten im Laufe der Woche mit den Gruppen anderer Nationen: Sportanzüge aus Brasilien, Turnschuhe aus Kanada und T-Shirts aus der Schweiz und Australien. So wurden nicht nur Kontakte geknüpft, durch den Trikottausch verteilen sich Andenken an die Gymnaestrada über die gesamte Weltkugel.

BAC-Proklamation 2019: Herzlichen Glückwunsch!

Darauf haben die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe lange hingearbeitet: Ihre Schulzeit endet, ein neuer, aufregender Lebensabschnitt beginnt. Für viele folgt bald Ausbildung, Beruf oder Studium. Bei der Proklamation am vergangenen Freitag, den 5. Juli 2019, wurden nicht nur Zeugnisse übergeben und das Ende der Schullaufbahn gefeiert, die Schülerinnen und Schüler wurden in die Zukunft entlassen.

Festlich in Abendgarderobe gekleidet, zogen sie zum großen Applaus aller und begleitet von der Big Band der Höheren Schule ein. Es zeigte sich bereits hier: 169 erfolgreiche AbsolventInnen sind eine ganze Menge.

Die Eröffnungsrede des Direktors der Europäischen Schule München, Rudolph Ensing, war gleichzeitig seine Abschiedsrede. Noch ein letztes Mal begrüßte er wie jedes Jahr alle Abiturienten in ihrer Muttersprache und gratulierte ihnen zu ihrem großen Erfolg. Er erinnerte unter anderem an das Pfingstwunder und daran, den großzügigen und respektvollen Umgang miteinander, der an der ESM gepflegt wird, auch nach der Schulzeit zu pflegen. „Ich bin zuversichtlich, dass Sie den Europäischen Geist, der uns vereint, bewahren und weiterentwickeln werden“, gab Ensing den Abiturientinnen mit auf den Weg: „Ich habe es schon einmal gesagt: Alle Menschen werden Brüder, aber wir sind es schon!“

Auch der aktuelle Direktor der Höheren Schule und zukünftige Direktor der ESM Anton Hrovath gratulierte seinen AbsolventInnen herzlich. Darauf folgten die Ansprachen des stellvertretenden Generalsekretärs der Europäischen Schulen Andreas Beckmann, des Vize-Präsidenten des Europäischen Abiturs Helder Guerreiro, der Vertreterin des Europäischen Patentamtes Maria Castellanos, sowie von Jean-Luc Dupuis, dem Vertreter der Elternvereinigung. Der Konzertchor der Höheren Schule und das Orchester sorgten musikalisch für festliche Stimmung. Nach der Überreichung der Diplome ließen es sich auch die Vertreter der verschiedenen Sprachabteilungen der Abiturklasse nicht nehmen, noch einmal das Wort an ihre ehemaligen Lehrerinnen und Lehrer zu richten. Mit vielen humorvollen Anekdoten ließen sie noch einmal Revue passieren, wie die Erfahrungen an der ESM sie geprägt haben. Nach dem Auszug der AbiturientInnen rundete ein Empfang den Abend ab.

Dieses Jahr ist die Proklamation nicht nur für den BAC-Jahrgang 2019 ein Wendepunkt. Mit einem neuen Direktor und dem neuen Standort am Fasangarten beginnt auch für die Europäische Schule München das nächste Kapitel. Die AbsolventInnen schreiben von nun an ohne die Betreuung der Schule an ihren eigenen. Wohin auch immer die Zukunft führt: Alle werden ihre Wege mit viel Mut und Selbstvertrauen gehen. Die Europäische Schule München wünscht allen das Beste für diesen Sommer und die Zeit danach.