Kindergarten

Grundschule

Abschiedsfeier der P5-Klassen

Es war ein ganz besonderer Abschied für die Grundschulkinder der Klassen P5 der Europäischen Schule München. Sie sind nicht nur der erste Jahrgang, der am neuen Standort Fasangarten unterrichtet wurde und ab September für das Schuljahr 2020/21 an die Höhere Schule am Standort Neuperlach wechselt. Dieser Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt geschieht zudem unter Ausnahmebedingungen. Abstand halten, Maske tragen, kleine Gruppen. Den speziellen Hygiene-Regeln der Corona-Pandemie musste selbstverständlich Rechnung getragen werden. So gab es gleich zwei Abschiedsfeiern im Pausenhof für die beiden Unterrichtsgruppen, am 24. Juni und am 1. Juli. Auch Dank des strahlenden Sonnenscheins waren alle Kinder bester Stimmung. 

Die Kinder saßen mit bunt verzierten Cajons in markierten Kreisen, um Abstand zu wahren. Die Bühne zierten die Europäischen Flaggen. Grundschuldirektorin Alexia Giannakopoulou und ESM-Direktor Anton Hrovath sprachen zu den Kindern, verabschiedeten sie aus der Grundschule und machten ihnen Mut für den Start in der Höheren Schule. Unter der Leitung von Christiaan Dekker trommelten die Klassen gemeinsam auf Cajons und klatschten, erst die selbst gedichteten Klassenmottos, dann zu einer umgedichten Version von “We will rock you”: We will miss you! Die Kinder hatten ihre Wünsche an die Schule auf Papierflieger geschrieben, die sie als Sinnbild für den Flug von der Grundschule auf die Höhere Schule in die Luft warfen und dann hinter sich ließen. Die Flieger sollen im nächsten Jahr ausgestellt werden. Zur Übergabe der Zertifikate gab es schließlich noch eine Überraschung: Eis am Stiel, genau das richtige bei der Hitze. Zum Ausklang der Veranstaltung gab es Live-Musik. Bis zum nächsten Jahr am Standort Neuperlach! 

Höhere Schule

Proklamation im Autokino

Eine solche Proklamationsfeier hat es in der Geschichte der Europäischen Schule München noch nie gegeben. Aufgrund der aktuellen Auflagen für Versammlungen konnte die Proklamation dieses Jahr nicht wie gewohnt in der Schule stattfinden. Ein würdiger Abschluss konnte den Abiturientinnen und Abiturienten dennoch ermöglicht werden: Die Feierlichkeiten wichen auf das Autokino Aschheim aus. 

Manche Familien kamen in besonderen Autos, dem Käfer der Mutter oder einem großen Wohnmobil. Viele schmückten ihre Fahrzeuge mit Fahnen. ESM-Direktor Anton Hrovath und der Interims-Direktor der Höheren Schule, Martin Duggen, fuhren mit dem Transporter der ESM ein. Die Grußworte aus Brüssel wurden digital überbracht: Johannes Hahn, Kommissars für Haushalt und Verwaltung der Europäischen Kommission beglücktwünschte die Schülerinnen und Schüler zum bestandenen BAC mit einer Videobotschaft, die auf großen Bildschirmen an den Bühenseiten gzu sehen war. Auch die Ansprachen der beiden Direktoren wurde per Video vergrößert. Anton Hrovath lobte den europäischen Innovationsgeist und Zusammenhalt, der in der Krise besonders wichtig sei, wie die Absolventinnen und Absolventen nun in den vergangenen Monaten selbst erfahren hatten. Es folgten die Ansprachen der Vertreterin des Europäischen Patentamtes, Maria Castellanos, sowie von Julien Jacoby, dem Vertreter der Elternvereinigung. Hupkonzerte begleiteten die Reden. 

Der ESM-Chor konnte aufgrund der besonderen Situation nicht persönlich auftreten, hatte aber einen musikalischen Videogruß vorbereitet. Danach ging es an die Überreichung der rund 180 Diplome. Wie jedes Jahr trugen die Schülerinnen und Schüler schicke Kleider und Anzüge. Neu war, dass es dieses Mal auch einen Mund-Nasenschutz mit ESM-Logo gab, und das Händeschütteln leider ausfallen musste. Anschließend richtete BAC-Koordinatorin Veronika Artelsmair das Wort an die Absolventinnen und Absolventen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Sprachsektionen des Abiturjahrgangs verabschiedeten sich schließlich im Namen aller. Zum Schluss wurde angestoßen - aus der Ferne und mit Wasser, schließlich waren alle mit dem Auto da. 

Die Proklamation ist jedes Jahr ein Ereignis, das vielen noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Durch die ungewöhnlichen Umstände wird sie das dieses Mal sicher ganz besonders. 

Auch die Medien fanden die originelle Idee mit dem Autokino interessant. Der Bayerische Rundfunk berichtet über die Feier in Radio und Fernsehen.

TV-Bericht in der BR-Mediathek Radiobericht auf BR.de 

Schülerbericht: Bio-Experiment bei "Fit for Uni"

Der S7-Schüler der Europäischen Schule München David Bühler hat einen Bericht über die Projekttage "Fit for Uni" verfasst, der hier zu lesen ist:

 

In der Woche vom 23. Juni trafen sich motivierte Schülerinnen und Schüler der S6 und frischgebackene Absolventen der S7, um seit langer Zeit endlich mal wieder an analogem Unterricht „in 4D“ teilzunehmen. Ein breites Programm unterschiedlicher Metiers wurde von den Lehrern der jeweiligen Fachschaft aufwendig – man könnte sagen: liebevoll – organisiert. Neben Kursen, die auf die Übung spezifischer Softskills für das akademische und berufliche Leben abzielten, beinhalteten andere Kurse Themen, deren Theorie aus dem normalen Unterricht bekannt war, deren praktische Anwendung im normalen Lehrplan aber kaum Zeit findet.

Ein treffendes Beispiel war der Biologie-Laborkurs unter der Leitung von Frau Dr. Ceschi und Frau Wollscheid. Das Thema: Transformation in Bakterien, wie man also fremdes Erbgut in Bakterienzellen einschleusen kann, um einen gewünschten Effekt zu erzielen. Klingt kompliziert, ist es aber auch. In unserem Fall fiel die Wahl auf DNA, die den Bauplan für das Green Fluorescent Protein (kurz GFP) beherbergt. In der Natur kommt das Protein in der Quallenart Aequorea victoria vor, unter Bestrahlung durch UV-Licht fluoresziert es in hellem Grün. Diese DNA galt es nun, mit Hilfe eines Vektorplasmids, also einem Transportmittel für Gene, in Bakterien der Gattung Escherichia Coli einzubringen.

Nach einer kurzen Wiederholung der zugrundeliegenden Theorie sowie einer konkreten Zielformulierung des Experiments wurden die vielen Arbeitsschritte von den Fachlehrern jeweils sorgfältig erläutert und theoretisch gerechtfertigt. Zielgerichtete Fragen an die Schüler förderten das Verständnis. Die Schüler arbeiteten einzeln, gewisse Arbeits- beziehungsweise Materialteilungen wurden unter den geltenden Hygienebedingungen hervorragend umgesetzt. Gelegentliche Gespräche der Schüler untereinander und mit den Lehrern führten zu einer angenehm lockeren und heiteren Arbeitsstimmung.

Am Ende eines produktiven ersten Morgens war die eigentliche Arbeit getan, die Anweisungen der ganze 19 Seiten langen Anleitung waren erschöpft. Nach dem Wachstum der Bakterienkolonien über Nacht war am folgenden Tag das Ergebnis zu sehen (siehe Bild): Wie geplant leuchteten die Bakterienkolonien in den Petrischalen unter UV-Licht! Zum Abschluss wurden noch mathematische Auswertung durchgeführt und mit Hinblick für ihre medizinische Bedeutung ausführlich besprochen.