Kindergarten

Reise in die Welt der Zeichen

Mit Schriftzeichen dokumentieren die Menschen seit frühester Zeit wichtige Ereignisse der Weltgeschichte und bewahren sie so als kollektive Erinnerung für die Nachwelt auf. Im digitalen Zeitalter werden kulturhistorische Geschehnisse auf winzigen Datenträgern gespeichert. Drei Kindergartengruppen reisen in diese faszinierende Welt der Zeichen und lernen auf spielerische Weise die geschichtliche Entwicklung des geschriebenen Wortes näher kennen. Am 16. Januar 2017 wurde das Gemeinschaftsprojekt der "Regenbogengruppe", der Gruppe "Les Lutins" und der Gruppe "Los Girasoles" auf eine ganz besondere Art eröffnet. Die Kinder der drei Gruppen versammelten sich in der Sporthalle und unternahmen eine "Zeitreise".

Im Mittelpunkt stand die Entwicklung der Schrift von der Höhlenmalerei bis hin zum gedruckten Buch. Um den Kindern die verschiedenen zeitlichen Epochen zu veranschaulichen, hatten sich die Erzieherinnen und unser Praktikant in die entsprechenden Gewänder gehüllt. Die Zeitreisenden erzählten aus "ihrer" Zeit und zeigten Bilder und Gegenstände.

Die Kinder erfuhren, dass die Menschen in der Steinzeit mit Naturfarben Ereignisse, etwa Jagdszenen, an ihre Höhlenwände malten und dass das Feuer für sie eine wichtige Rolle spielte. Schon im alten Ägypten verwendeten die Menschen eine Art Papier (Papyrusrollen) und konnten zusammenhängende Texte darstellen. Allerdings benutzten sie nicht die uns bekannten Buchstaben, sondern Hieroglyphen. Im Mittelalter wurde mit Feder und Tinte geschrieben. Das Vervielfältigen von Schriftstücken geschah aber noch per Hand, hauptsächlich durch Mönche.

Erst die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg ermöglichte die Vervielfältigung von Schriftstücken in hoher Anzahl und somit vielen Menschen den Zugang zu Büchern. Als europäischer Erfinder wird er im Mittelpunkt unseres Projekts stehen. In den nächsten Wochen werden wir uns eingehender mit dem Thema des Druckens beschäftigen und die Kinder erhalten die Möglichkeit, sich auf vielfältige Art und Weise auszuprobieren.

Eine spannende Zeitreise hat begonnen...

La festa della Befana

Werden wir vom Pech verfolgt oder ist heute unser Glückstag? Diese Frage stellten sich die Kinder am Freitag, den 13. Januar 2017, als eine alte und dunkel gekleidete Frau den Kindergarten betrat. Doch die italienischen Bambini wussten, dass es sich um Befana, die gute Hexe, die viele Leckereien bringt, handelte.

Der Legende nach saß die Befana in ihrem Häuschen am Webstuhl. Als die drei Könige an ihre Tür klopften und sie baten, mit ihnen nach Bethlehem zu kommen, um das Jesuskind zu sehen, wimmelte sie diese mit der Begründung ab, weiter weben zu müssen.

Später machte sie sich allein auf den Weg, aber verirrte sich. In Italien fliegt die Hexe in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar auf ihrem Besenstil durch den Kamin und bringt den braven Kindern Süßigkeiten und den nicht ausreichend braven "carbone dolce", schwarzgefärbte Zuckermasse.

Die Befana, die unsere Kinder kennen, ist eine "europäisierte Version" der italienischen Hexe. Aufgeregt warteten die Kinder vor dem großen (Papp)-Kamin auf die Befana. Als die liebe Hexe endlich ankam, war die Freude groß. Die Hexe ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. So trank sie zunächst einen "molto" Espresso und beantwortete geduldig die Fragen der neugierigen Bambini. Als die italienischen und französischen Kinder anfingen, traditionelle Lieder zu singen, fühlte sie sich sehr geehrt.

La Befana vien di notte (Die Befana kommt bei Nacht)
con le scarpe tutte rotte (mit ihren kaputten Schuhen)
col cappello alla romana... (mit ihrem römischen Hut)
VIVA VIVA LA BEFANA! (Hoch lebe die Befana)

Besonderes gerührt war sie, als einige der Kleinen sie spontan umarmten und ihr so ihre Zuneigung zeigten. Die Stimmung im Kindergarten war ausgelassen und fröhlich. Und weil selbstverständlich alle Kinder lieb gewesen sind, bekamen sie zu den Süßigkeiten auch alle "carbone dolce", und zwar nicht traditionell als "Strafe", sondern als süße Erinnerung an vorbildliches Verhalten. Mit dem verhexten Besuch und dem Dreikönigsfest enden schließlich die Weihnachtsfestlichkeiten.

Wir freuen uns schon auf den Fasching!

Grundschule

Zurück in die Zukunft

Weltraumabenteuer, Zeitreisen, Paralleluniversen, Weltuntergänge und Aliens, die Vermischung zwischen Wissenschaft und Fantasy, das ist der Stoff aus dem Science-Fiction-Filme gemacht sind. Mit diesem Genre setzte sich die griechische Abteilung der Grundschule unter der Leitung von Dr. Dimitrios Goulis am 24. Januar 2017 in einem ganztägigen Filmworkshop der griechischen Abteilung auseinander.

Die 1. und 2. Klassen schauten sich den Film "Der rote Ballon" ("Le ballon rouge", Frankreich 1957) von Albert Lamorisse an. Anschließend wurden die verschiedenen Charaktere, die Musik, die magischen Momente und das Thema "Freundschaft" in unterschiedlichen Aktivitäten verarbeitet.


Die 3., 4. und 5. Klassen analysierten Jack Arnolds Film "Die unglaubliche Geschichte des Mister C." ("The Incredible Shrinking Man", USA 1957). Die Special Effects, die verschwimmende Grenze zwischen Wirklichkeit und Fiktion, das Erzeugen des Gefühls der Angst im Kino versus im realen Leben, die Rolle von Musik und Geräusche, die Kameraeinstellungen und die Belichtung waren Kernpunkte der anschließenden Diskussion.

Die kleinen Filmemacher waren im Bereich der Gestaltung von medialen Material tätig. Die ersten zwei Jahrgangsstufen nutzten Fotografie, um Menschen und Gegenstände verschwinden zu lassen. Die älteren Schüler drehten kurze Filme mit Special Effects und bearbeiteten das Material mit der entsprechenden Software.

Star Wars, Blade Runner, Matrix... Sci-Fi-Filme sind gerade bei einem jüngeren Publikum sehr populär. Sie regen die Fantasie, erzählen große Abenteuer und suchen nach Antworten nach dem Sinn des Lebens.

Ein Workshop über ein faszinierendes Thema mit brandaktuellem Bezug zur Popkultur!

Höhere Schule

Auf dem Siegertreppchen

Junge Menschen brauchen Erfahrungen außerhalb des Klassenzimmers, um als starke und leistungsfähige Individuen heranzuwachsen. International Award ist ein solches Programm, das sie unterstützt, ihre Fähigkeiten zu trainieren und wertvolle Kompetenzen für das Leben zu sammeln.

Am 13. Januar 2016 fand die jährliche Preisverleihung des International-Award-Programms statt. In diesem Jahr wurde die Zeremonie in unserer Schule abgehalten. Rudolph Ensing, ESM-Direktor, und Anton Hrovath, Direktor der Höheren Schule, waren ebenso wie viele der International Award-Gewinner, deren Eltern sowie weitere Teilnehmer anwesend. Insgesamt wurden 60 Jugendliche mit Preisen ausgezeichnet, 38 mit Bronze, 19 mit Silber und 3 mit Gold. Rudolph Ensing sprach in seiner Rede an, wie das Programm junge Menschen zu ehrenamtlichem Engagement ermutigt und erklärte, dass auch die United World Colleges vom Gründer des International Awards, Kurt Hahn, gegründet worden seien. Er erläuterte, wie diese Colleges junge Menschen anspornen, einen Dienst für die Gemeinschaft zu leisten und sich dabei auch selbst körperlich herauszufordern.

Eine Gruppe von Preisträgern versorgte die Teilnehmer und Gäste mit einem herrlichen Buffet. Der Duft von herzhaften und süßen Speisen, die zusammen mit Getränken zum Kauf angeboten wurden, ließ viele Teilnehmer zugreifen. Ganz offensichtlich wurde die Preisverleihung zuvor mit viel Einsatz und Bedacht geplant.

Beim International Award können Schüler der Jahrgänge S4 bis S7 teilnehmen. Die Teilnehmer absolvieren vier verschiedene Bereiche, die eine Bandbreite an Aktivitäten abdecken. Sie müssen an einer Sport- oder Tanzdisziplin teilnehmen, um ihre persönliche Fitness zu verbessern, eine neue Fähigkeit entwickeln oder bereits vorhandene Fertigkeiten verbessern und gemeinnützige Arbeit leisten. Weiterhin haben sie an einer Expedition teilzunehmen, bei der sie in einem Wildnisgebiet campen und mit ihrer Gruppe völlig autark sein müssen. Von den Teilnehmern wird erwartet, dass sie in jedem Bereich schrittweise mehr und mehr Engagement und Initiative zeigen und dabei die Ebenen Bronze, Silber und Gold durchlaufen.

Alle, die mit Preisen ausgezeichnet wurden, haben großes Engagement und Durchhaltevermögen gezeigt. Die International-Award-Supervisoren waren sehr stolz auf ihre erfolgreichen Teilnehmer.

Zeit für Geschichten

"Lies' das noch mal, bitte!" - Kinder wollen oft die gleiche Geschichte immer und immer wieder hören, denn es geht ihnen vor allem um die behagliche Atmosphäre. Auch Studien zeigen, dass Vorlesen die sprachliche und soziale Entwicklung von Kindern fördert. So hat am 8. Dezember 2016 der Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels für die deutschsprachigen Schüler der 1. Jahrgangsstufe der Höheren Schule stattgefunden.

Jedes Jahr beteiligen sich an diesem Wettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ca. 600.000 Schüler aus 8000 Schulen.

Die Themenvielfalt von Büchern ist unerschöpflich, da ist für jeden Gusto etwas Passendes dabei. Ob Spannung, Unterhaltung oder Wissen: Lesen aktiviert das Kopfkino und nimmt Groß und Klein mit auf eine Reise in andere Welten. Beim Vorlesewettbewerb dürfen die Schüler ihren persönlichen Favorit vorstellen, Geschichten, die sie selbst am liebsten mögen. Dies können Fantasy, Krimis, Abenteuer-Storys oder Liebesromane sein. Und das Beste: Sie können dabei auch noch gewinnen...

Nach einem internen Wettbewerb in den Klassen wurden sieben Teilnehmer für den Schulentscheid ausgewählt. Sie mussten jeweils einen bekannten und einen unbekannten Text lesen. Gute Leser waren sie alle, dementsprechend schwer fiel die Entscheidung der Jury, bestehend aus zwei Lehrern und einer Schülerin, der Gewinnerin vom letzten Jahr, die es bis zum Bezirksentscheid schaffte.

Wenn Kindern vorgelesen wird, fördert das bekanntlich die Sprachentwicklung und die Kommunikationsfähigkeit. Dies trifft auch zu, wenn Kinder oder Jugendliche selbst vorlesen. Zusätzlich kommen auch schauspielerische und komödiantische Fähigkeiten zur Entfaltung und den jungen Buchwürmern wird ein weiterer Zugang zur so bereichernden Welt der Bücher eröffnet.

Wir gratulieren den Gewinnern und drücken ihnen für den Münchner Stadtentscheid, der voraussichtlich im Februar stattfinden wird, die Daumen.