Kindergarten

Kunst am Bau-Gewinner

Die Sieger des "Kunst am Bau"-Wettbewerbs für den Erweiterungsbau der ESM stehen offiziell fest: Das Preisgericht hat Entwürfe von Veronike Hinsberg sowie der Künstlergruppe STOEBO (Cisca Bogman & Oliver Störmer) zur Realisierung empfohlen. Die Teilnehmerbeiträge werden vom 15. bis 19. Mai 2017 in der ESM ausgestellt. Ausloberin des Wettbewerbs war die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), sie hatte das Staatliche Bauamt München 1 mit der Durchführung beauftragt.

Kunst am Bau gilt als Element der Baukultur und ist ein integraler Bestandteil der Bauaufgabe. Ziel des Realisierungswettbewerbs an der ESM war es, drei Teilbereiche im Innen- und Außenbereich des neuen Schulgeländes künstlerisch zu gestalten. 81 Künstlerinnen und Künstler beteiligten sich mit insgesamt 111 Vorschlägen am zweiphasigen Wettbewerb. Für den Außenbereich der Schule sowie des Kindergartens verlieh die Jury Veronike Hinsberg jeweils den ersten Preis. Unter dem Titel "curtain - cortina - cohort" erarbeitete sie drei unterschiedliche Toranlagen. Auf künstlerische Weise werde die notwendige Begrenzung des Schulgeländes mit der äußeren Umgebung und Nachbarschaft verknüpft, indem das starre Element der Tore als bewegter Vorhang interpretiert wird, erklärte das Preisgericht.

Den ersten Preis für die Pausenhalle und Treppenhäuser der Grundschule gewann die Künstlergruppe STOEBO. Unter dem Titel "Onomatopoesie" kombiniert er verschiedene Elemente als durchgängige Wandmalerei, die sich durch die Räume und Flure winden. "Das Zusammenspiel von Farben, Sprachtheorien, Lauten und Tierwelten ist in seiner Vielschichtigkeit die Stärke des Konzepts", urteilte das Preisgericht.

Da das Neuperlacher Stammgebäude an seine Kapazitätsgrenze gestoßen ist, müssen die Grundschule sowie eine Erweiterung des Kindergartens ausgelagert werden. Zum Schuljahr 2019/2020 soll der neue Schulkomplex in Betrieb genommen werden. Rund 1.500 Schulkinder wird der sogenannte Annex fassen können.

© Pressemitteilung (Kurzversion) mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Grundschule

Trommeln auf Blech

Aus abgeschnittenen Ölfässern den Herzschlag der Karibik entlocken? Das ist möglich mit Steeldrums, denn kaum ein anderes Instrument lässt sich so leicht erlernen! Bekannt sind sie aus den Musikstilen Rumba, Salsa und Merengue.

In der Zeit vom 23. Januar bis zum 12. Mai 2017 unterrichtete der Steel-Pan-Trommellehrer und Musikpädagoge Marcos Moreno aus Spanien die 1. - 4. Klassen der Grundschule aus der englischen, spanischen, und französischen Abteilung. Dabei erhielt jede Klasse während der regulären Unterrichtszeit Trommelunterricht.

Mit viel Feingefühl und Elan studierte Marcos Moreno mit den Kindern zunächst einfache Puls- und Rhythmusübungen ein, um sie auf die Instrumente einzuschwingen und mit Zählweisen vertraut zu machen. Einfache Melodien und rhythmische Begleitakkorde wurden ohne Noten eingeübt und oft mit Playbackmusik als Rhythmusorientierung begleitet.

In der Gruppe zu trommeln, ermöglicht den Kindern, neue Wege der Kommunikation zu erlernen, wie zum Beispiel gut aufeinander hören und über den Rhythmus in Kontakt zueinander treten. Weniger extrovertierte Kinder wurden ebenfalls voll einbezogen und konnten leichter aus sich herausgehen. Erfolgserlebnisse stellten sich schnell ein und so konnten die Kinder schon sehr bald einige Rhythmen und Melodien spielen. Darüber hinaus ist der Spaßfaktor nicht zu vernachlässigen, denn die karibischen Rhythmen machen einfach gute Laune!

Alle teilnehmenden Kinder fanden im Laufe des Kurses ihren eigenen Zugang zu den Steel-Pans, besonders weil Marcos Moreno spontan und sehr flexibel auf ihre individuellen Bedürfnisse einging. Bei den Konzerten versetzten die jungen Musiker ihre Eltern sehr schnell in eine fröhliche und ausgelassene Stimmung, indem sie durch den stark nachhallenden und glockenähnlichen Klang Assoziationen mit der Karibik hervorriefen und es verstanden, diese mit bekannten Melodien eindrucksvoll zu verbinden.

Über Drachen und Dinosaurier

Lange haben wir sie in der Schule erwartet und sind am 2. Mai 2017 bei dem Besuch der Autorin Ute Krause durch eine Lesung aus zwei ihrer wunderschön lebhaft illustrierten Geschichten vor drei deutschen ersten Klassen und einer deutschen zweiten Klasse belohnt worden. Alle Kinder saßen still und gespannt auf ihren Plätzen, als die Berliner Autorin, deren kosmopolitische Biographie über mehrere Länder und Kontinente den Schülern bereits bekannt war, und Katrin Rüger vom Buchpalast in Haidhausen, die uns die Autorin dankenswerter Weise vermittelte, den Saal betrat.

Bislang illustrierte sie 400 Kinderbücher, schrieb und illustrierte 27 eigene Kinderbücher, die weltweit in viele Sprachen übersetzt und fürs Fernsehen verfilmt wurden. Ihre Arbeit wurde vielfach ausgezeichnet und sogar zum deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Die Erstklässler unserer Schule lauschten der Geschichte von "Oskar und der sehr hungrige Drache", in der Oskar, das wohl nächste Opfer der Dorfgemeinschaft für den gefräßigen Drachen, mit listigen Ideen und viel Geschick sein Schicksal abwenden kann, indem er verspricht, für den Drachen lebenslang wunderbare Speisen zu kochen. Dem Drachen schmeckt es fortan so gut, dass er mit Oskar ein Restaurant für die gesamte Dorfgemeinschaft sowie für alle Drachen eröffnet, in dem friedlich nebeneinander gespeist werden kann.

In der zweiten Geschichte wünscht sich der kleine Drache Minus Drei ein Haustier. Er lässt sich einige verrückte Dinge einfallen, um seinen Eltern, die sich anfangs skeptisch zeigen, beweisen zu können, dass er sich verantwortlich zeigen und um ein Tier kümmern kann. Schließlich willigen die Drachen-Eltern ein und Minus Drei bekommt Lucy, einen Urmenschen, als Haustier.

Mit Wandprojektionen ihrer lebendigen Buchzeichnungen und ihrer fröhlichen Vorleseart, hielt sie die Kinder von der ersten bis zur letzten Minute in Bann.

Vielen Dank, Ute Krause, für 1,5 Stunden herrlichen Vorlesespaß und vielen Dank, Katrin Rüger, für ein unermüdliches Engagement im Dienste der Leseförderung!

Höhere Schule

Musikalischer Abschluss

Im Frühjahr dieses Jahres hat die Europäische Schule Frankfurt (ESF) mit zwei Busladungen voller junger Musiker die ESM besucht und zwei Tage lang gemeinsam mit Musikschülern der ESM geprobt und Auftritte absolviert. Vom 25. bis 27. Mai 2017 war es für die ESM-Musiker an der Zeit, den Besuch zu erwidern. So reisten ESM-Schüler des Orchesters, des Konzertchors und der Big Band in zwei vollen Bussen nach Frankfurt, um den musikalischen Austausch zum Abschluss zu bringen und die Freundschaften und musikalischen Allianzen zu stärken, die zuvor mit Freunden und Kollegen aus der ESF geschlossen wurden.

Ein actionreicher Tag begann, mit Chor- und Instrumentalproben am Morgen und einer gemeinsamen Aufführung für die Grundschule zusammen mit allen Musikern in der ESF-Aula. Der Saal war vollbesetzt, das junge Publikum hingerissen und lauschte aufmerksam. Nach dem Mittagessen in der Schulmensa gingen die Proben nachmittags weiter. Die ESM-Gruppe hatte gerade genug Zeit, um ins Hotel zurückzukehren, Abendbrot zu essen und sich auf das abendliche Konzert in der Schule vorzubereiten. Ein Zeitplan, der sogar Profis einiges abfordern würde!

Viele Eltern, Lehrer und Freunde der ESF-Schulgemeinschaft waren für das Abendkonzert gekommen und so war es gut besucht. Nach einem herzlichen Empfang durch den Direktor, Herrn Patscheider, hatte jede Gruppe die Gelegenheit, im Rampenlicht zu stehen und die Früchte ihrer ausgedehnten Proben und harten Arbeit zu ernten. Die Orchester und Chöre traten gemeinsam mit mehreren Stücken auf. Verstärkung erhielten sie von dem mitreißenden Auftritt der ESM Big Band. Den Schülern der S7 Musikklasse aus Frankfurt wurde eine besondere Ehre zuteil, indem sie als Teil ihrer jeweiligen Schulband mehrere beliebte Stücke vortragen durften. Bei fast 200 Schülern auf der Bühne, die gemeinsam mit ihrer Musik das Publikum begeisterten, herrschte folglich eine ausgelassene Stimmung.

Am nächsten Tag hatte die ESM-Gruppe gerade genug Zeit für einen schnellen Besichtigungsrundgang der sehenswerten Highlights im Frankfurter Stadtzentrum, bevor sie wieder die Busse besteigen und Richtung Heimat fahren mussten. Doch Zeit zum Entspannen gab es noch nicht, denn am folgenden Abend stand das jährliche Frühlingskonzert in der Europahalle für die gesamte ESM-Schulgemeinschaft an.

Unser musikalischer Austausch hat einmal mehr bewiesen, dass Musik eine einzigartige Kraft hat, Menschen zu verbinden, Barrieren zu brechen und die Zuhörer auf besondere Weise zu berühren. Die ESM kann stolz auf ihre musikalischen Botschafter sein, die die Vielfalt der Talente in unserer Schule präsentieren und den europäischen Geist sehr engagiert vertreten haben.

Gut vorbereitet starten!

Der Schlüssel zu einer guten Konferenz liegt immer in der Vorbereitung. Der diesjährige Workshop von Model United Nations of Munich (MunoM) hat am 12. Mai 2017 in unserer Schule stattgefunden. Es nahmen rund 90 Teilnehmer teil, davon 33 vom Helene-Lange-Gymnasium, der Phorms Schule München und dem Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium Rosenheim, alle zwischen 13 und 17 Jahre alt. Der Workshop wurde diesmal anders als in den vergangenen Jahren organisiert, was zu einem großen Erfolg führte.

Er fand zwischen 10:00 und 16:00 Uhr statt, und obwohl dies sehr lang erscheinen mag, verging die Zeit wie im Flug, da die Schüler an den Laptops und iPads sehr beschäftigt waren, Lobbyarbeit zu betreiben und an ihren Debattierfähigkeiten zu feilen.

Der Workshop begann mit einer Präsentation des Vize-Generalsekretärs über MunoM und die Verfahrensregeln. Jeder hat einen ersten Eindruck von der Konferenz und den verschiedenen Standpunkten gewonnen. Die "Executive Staff"-Mitglieder erklärten ihre Form der Beteiligung, einschließlich der Arbeit, die vor und während der Konferenz von ihnen durchgeführt wird, und erklärten auch, warum sie sich für ihre jeweiligen Positionen entschieden haben.

Die 90 Teilnehmer wurden dann in drei verschiedene Gruppen von jeweils 30 Personen aufgeteilt. Jeder Gruppe wurde ein Land zugewiesen und diese Gruppe musste dann ihren Standpunkt zu Themen wie "Redefreiheit" erörtern.

Trotz der Altersunterschiede formten alle Gruppen Teams mit den Ländern, die eine ähnliche Meinung vertraten, um gemeinsam bei den Beschlüssen zusammenzuarbeiten. Auf diese Weise erhielten die weniger selbstbewussten Schüler Unterstützung und fühlten sich immer zuversichtlicher hinsichtlich der getroffenen Beschlüsse. Die "Executive Staff"-Mitglieder halfen auch den Gruppen, die unsicher waren, und berieten sie hinsichtlich der Vorgehensweise. Jedes Komitee wurde von drei Vorsitzenden geleitet, die alle paar Wochen an dem Vorsitzenden-Workshop teilgenommen hatten. Die Vorsitzenden halfen den Delegierten und beantworteten alle Fragen, was es wesentlich leichter und angenehmer für MUN-Anfänger machte.

Nach etwa eineinhalb Stunden Lobbyarbeit und Beschlüsse verfassen, gab es eine Mittagspause. Anschließend wurden alle Delegierten in ihre Räume zurückgerufen, um die Debatte zu beginnen. Die Teilnehmer hatten mittlerweile schon gelernt bzw. eingeübt, vor dem Ausschuss und in der dritten Person zu sprechen, sowie die allgemeine MunoM-Etikette zu wahren. Sie konnten jederzeit Fragen stellen und um Hilfe bitten. Die Debatten wurden zunehmend lebendiger, je zuversichtlicher und enthusiastischer die Delegierten für die Meinungen ihrer Länder eintraten.

Vor Abschluss der Veranstaltung erklärte der Vorstand, wie Schüler sich im nächsten Jahr als Delegierte bewerben können: Man muss sich anmelden und über MyMUN registrieren.

Insgesamt war dieser Workshop ein großer Erfolg und alle Teilnehmer schienen in kurzer Zeit viel hinzugelernt und ihre Diskussionsfähigkeiten verbessert zu haben.