Schülerinnen programmieren Umwelt-App

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Kann man mit einer Smartphone-App zum Umweltschutz beitragen? Schülerinnen der Europäischen Schule München haben darüber nachgedacht und eine App entwickelt, die beim Recycling helfen soll. Nach vielen Wochen Arbeit konnten sie Anfang Mai ihren Prototypen von „Symbol Planet“ präsentieren. Den Entwicklungsprozess angestoßen und begleitet hatte „Technovation Girls“, ein weltweites Tech-Entrepreneurship-Programm für Mädchen von 10 bis 18 Jahren, das von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung unterstützt wird.

Ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland produziert pro Jahr über 70 kg Verpackungsmüll. Aber aus welchen Materialien besteht der Müll genau? Und noch wichtiger: Wohin damit? Antworten auf diese Fragen soll „Symbol Planet“ liefern. Den S6-Schülerinnen Lara Fachin und Virginia Ruscitto fiel auf, dass kleine Symbole auf Verpackungen Auskunft über das Material geben. Aber nicht jeder weiß, was die Symbole überhaupt bedeuten. Mit der App der Schülerinnen lässt sich ein solches Symbol abfotografieren, dann liefert sie eine einfache Erklärung über Material und Recyclingmöglichkeiten. Doch mit der Idee alleine ist es nicht getan. Bei „Technovation Girls“ geben Mentorinnen und Mentoren, die sonst in IT-Unternehmen arbeiten, technische Unterstützung und stärken auch unternehmerische Kompetenzen. Am Ende des Projekts entwickelten die Schülerinnen so nicht nur den Prototypen der App, sondern auch einen ausführlichen Business-Plan, wie diese vermarktet und weiterentwickelt werden könnte.

Insgesamt nahmen zehn Schülerinnen der Europäischen Schule München aus den Jahrgangsstufen S3, S4 und S6 am Programm „Technovation Girls“ teil. Sie hatten auch noch andere tolle Ideen für weitere Apps, die soziale und ökologische Probleme im Umfeld der Schülerinnen lösen sollen, wenn auch nicht alle weiterentwickelt werden konnten. So gab es zum Beispiel Ideen für Apps, die gegen Lebensmittelverschwendung helfen, das Verschenken erleichtern oder Frauenrechte stärken sollen.

Es ist großartig, dass mit dem Programm gleich zwei Themen vereint werden konnten, die der Europäischen Schule München wichtig sind: Die Förderung von Schülerinnen, sich für IT-Berufe zu interessieren, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, und die Arbeit an einem Projekt im Sinne der nachhaltigen Entwicklung. Die Europäische Schule München gratuliert allen Teilnehmerinnen zu ihren Arbeiten und dankt den Mentorinnen und Mentoren sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung dafür, „Technovation Girls“ möglich zu machen.

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